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Interview

Justin Theroux : «Ich lege Wert auf Wahrheit»

In «Mosquito Coast» spielt Justin Theroux die Hauptrolle. Mit uns plaudert er über Familienfeste, Notlügen und sein heissgeliebtes New York.

NEW YORK, NEW YORK - OCTOBER 22: Justin Theroux attends as Cinema Society hosts a special screening of Disney+'s "Lady And The Tramp" at iPic Theater on October 22, 2019 in New York City. (Photo by Dimitrios Kambouris/Getty Images for Disney+)

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Getty Images for Disney+

Dass er in «Mosquito Coast» die Rolle des Allie Fox übernahm, war für Justin Theroux (49) eine Frage der Ehre. Genauer gesagt: der Familienehre.

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Denn die Dramaserie beruht auf einem Bestseller seines Onkels Paul Theroux (79), der für den Neffen seit je einen besonderen Stellenwert hat.

Justin Theroux: Ich bin sogar nach ihm benannt. Justin ist einer von Onkel Pauls Mittelnamen. Und «Mosquito Coast» war sein erster Mega-Bestseller. Auf Familienfeiern war er immer dieser lockere tolle Typ mit unglaublichen Geschichten.

Streaming: Sie scheinen Ihren Onkel echt zu bewundern.
Ja, er hat das Abenteurer-Gen. Er reist seit Jahrzehnten durch die Welt, um unter den Einheimischen zu leben und deren Kulturen zu erleben. Er rudert mal eben mit dem Kajak durch Neuguinea oder fährt mit seinem Auto in Boston los und durchquert ganz Mexiko.

Als Schauspieler kommen Sie aber auch ganz ordentlich in der Welt herum.
Das stimmt. Reisen ist unglaublich wichtig. Wer sein Land und seine Kultur wirklich verstehen will, muss andere Länder und Kulturen kennenlernen. Ich bin allerdings nicht so abenteuerlustig wie mein Onkel …

Wie gut sind Sie in Krisensituationen unterwegs?
Ganz gut, denke ich. Also bezogen auf meine Krisen (lacht). Ich weiss nicht, wie ich reagieren würde, wenn ich in der Haut der «Mosquito Coast»-Hauptfigur steckte. Ich bin ja kein genialer Tüftler wie Allie und habe nicht annähernd seinen IQ.

Allie Fox glaubt, seine Kinder zu beschützen, indem er ihnen nur einen ausgewählten Teil der Wahrheit erzählt. Sind Notlügen manchmal besser als die nackten Fakten?
Ja, das können sie auf jeden Fall sein. Insbesondere, wenn man mit der Wahrheit absichtlich jemandem wehtun will! Wir erzählen anderen Millionen kleiner Lügen. Etwa wenn du gefragt wirst, wie es dir geht, und du sagst: «Wunderbar!» Ich lege grundsätzlich grossen Wert auf Wahrheit.

Sie leben in New York. Hatten Sie während des Lockdown manchmal das Verlangen, lieber irgendwo auf dem Land zu sein, wo man weniger eingesperrt ist?
Nein. Ich liebe New York und würde niemals von hier wegziehen. Ich habe hier so viele Freunde. Ich hoffe einfach, dass man sich bald wieder sehen und Dinge zusammen machen kann. Es wird höchste Zeit!

Von Karen Martin am 22.04.2021
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