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True Detective – Im Sumpf des Verbrechens

Die erste «True Detective»-Staffel geniesst in Fan-Kreisen bis heute Kultstatus.

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True Detective: Rust Cohle (Matthew McConaughey) und Martin Hart (Woody Harrelson)

Unübertroffen Woody Harrelson (l.) und Matthew McConaughey eröffneten die Anthologieserie.

HBO

Viele James-Bond-Fans fragten sich «Kann der das denn?», als sie hörten, dass ein gewisser Cary Joji Fukunaga den fünften und letzten Daniel-Craig-Agententhriller «No Time to Die» inszenieren soll. Doch der in Amerika geborene Sohn eines Japaners und einer Schwedin hat sich spätestens mit dem brillanten HBO-Kriminaldrama «True Detective» als versierter Geschichtenerzähler und visueller Spannungsmeister empfohlen: Im Jahr 1995 hatten die State Police Detectives Rust Cohle (Matthew McConaughey) und Martin Hart (Woody Harrelson) den mysteriösen Ritualmord an der jungen Prostituierten Dora Lange untersucht. Erst nach zähen und nervenaufreibenden Ermittlungen konnten sie den Mord schliesslich klären – scheinbar. Denn 17 Jahre später sollen die Cops den Fall erneut aufrollen.

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Ein aktueller Mord weist verstörende Parallelen auf und legt nahe, dass damals etwas gründlich schief gelaufen ist. Die erneuten Ermittlungen führen die beiden so unterschiedlichen Männer zurück in den Süden Louisianas, wo Frömmigkeit und Voodoo-Kult zu einem allgegenwärtigen Mysterium verschmelzen, und zugleich in die dunkelsten Winkel ihrer eigenen Vergangenheit.

Entstanden ist eine Mörderjagd, die zwei grundverschiedene Polizisten an ihre Grenzen führt: Virtuos entspinnt «The Killing»-Autor Nic Pizzolatto die kühne Handlung über verschiedene Zeitebenen, Blickwinkel und Rückblenden. Die erste Staffel erweist sich denn auch als ebenso spannende wie unaufhaltsame Reise in die Finsternis des US-Bundesstaates Louisiana.

Die zweite Staffel zeigt nicht nur einen neuen Fall, sondern auch eine neue Besetzung: Das Schauspieltrio um Colin Farrell, Taylor Kitsch und Vince Vaughn (für einmal in einer ernsten Rolle) wirkt aber im Vergleich zur Originalbesetzung weit weniger zugänglich. Überhaupt wollen die Filmemacher partout anders, künstlerisch wertvoller und anspruchsvoller sein, was den Erzählfluss mehrmals arg ins Stocken bringt. Inhaltlich geht’s um den Motorradpolizisten und Kriegsveteranen Paul Woodrugh (Taylor Kitsch), der in Kalifornien den Tatort eines bizarren Mordes entdeckt, bei dem das Opfer rituell verstümmelt wurde. Dies wiederum ruft den Detective Ray Velcoro (Colin Farrell) auf den Plan.

In der dritten Staffel übernimmt Oscarpreisträger Mahershala Ali die Hauptrolle. Als Detective Wayne Hays ermittelt er in den Ozarks im Nordwesten von Arkansas, wobei die Filmemacher mit drei Handlungsebenen hantieren.

Viele «True Detective»-Fans sind sich einig, dass die Folge-Seasons der ersten Staffel punkto Kameraarbeit, Soundtrack und Rollenbesetzung nie das Wasser reichen konnten. Woody Harrelson als Marty Hart und Matthew McConaughey als sein depres-siv-melancholischer Kollege Rust Cohle sind Charakterköpfe, wie man sie nur zu gerne sieht - von der latent vorhandenen «Sieben»-Thrillerspannung ganz zu schweigen.

«True Detective»: Mahershala Ali als Detective Wayne Hays

Mr. «Green Book» Mahershala Ali glänzt in der dritten Staffel.

HBO
True Detective ★★★★★

Sky Show | Anthologieserie | 3 Staffeln 

Mit Matthew McConaughey, Woody Harrelson; Schöpfer: Nic Pizzolatto 

Die erste «True Detective»-Staffel bleibt top!

USA 2014-2019

Von Mohan Mani am 27. Dezember 2021 - 11:10 Uhr
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