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The Witcher: Blood Origin – Auf in neue Sphären

In «Blood Origin» geht es in eine Zeit zurück lange vor der Fantasyserie «The Witcher».

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The Witcher: Blood Origin

Kampfbereit: Scian, Elle, Fjall, Syndril, Callan und Zacaré (v.l.). 

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Marco Spiess

Henry Cavill ist noch immer das Thema Nummer eins im «Witcher»-Universum: Der Star wird nach der dritten Staffel (2023) den Hut nehmen. Und für viele Fans ist klar, dass Cavill als grosser Fan der Romanvorlage von Andrzej Sapkowski unzufrieden war mit der Richtung, die die Netflix-Serie eingeschlagen hat.

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Ob das der Wahrheit entspricht oder nicht: Es rumort gehörig in Fankreisen. Da dürfte auch «Blood Origin» kaum für Besänftigung sorgen: Es handelt sich um eine vierteilige Ablegerserie, die 1200 Jahre vor den Ereignissen von «The Witcher» spielt. Immerhin erlaubt dies mehr Freiraum, um eine neue Geschichte zu erzählen.

Als Inspiration dienten ein paar Zeilen  aus Sapkowskis Werk, die sich der sogenannten Sphärenkonjunktion widmen und der Erschaffung des ersten Hexers. In jener Zeit regierten die Elfen noch den ganzen Kontinent. Gerade als nach tausend Jahren Krieg der langersehnte Frieden unter den Elfen-Clans ansteht, reisst Prinzessin Merwyn (Mirren Mack) mit Hilfe des Druiden Balor (Lenny Henry) die Macht an sich und vereint alle Elfen.

Dieser blutige Coup kommt aber nicht gut an. Es versammeln sich sieben Krieger, darunter der vorlaute Fjall (Laurence O’Fuarain), die weise Scian (Michelle Yeoh) und die Sängerin Éile (Sophia Brown), um den neuen Machthabern die Stirn zu bieten. Die Zeit drängt, denn Balor holt sich bösartige Magie aus anderen Welten. Am Ende von all dem werden auch die Menschen auf dem Kontinent erscheinen und das Schicksal der Elfen (die in «The Witcher» nur noch eine unterdrückte Minderheit sind) besiegeln.

Der Weg dahin ist überaus kurzweilig erzählt – und nicht gar so düster wie in «The Witcher», wo in jeder Folge neue Monster warteten –, aber doch mit starkem Fantasy-Einschlag, blutigen Kämpfen und kantigen Figuren. Die brauchen etwas Eingewöhnungszeit, am Schluss ist es aber bedauerlich, sie nicht mehr wiederzusehen: «Blood Origin» ist als limitierte, einmalige Miniserie konzipiert.

Das direkte Verbindungsstück zu «The Witcher» ist übrigens Minnesänger Jaskier: In einer kurzen Rahmenhandlung wird ihm auferlegt, die «Geschichte der Sieben» zu erzählen. Das darf er dann in der dritten «Witcher»-Staffel sicherlich tun.

The Witcher: Blood Origin ★★★★☆

Netflix | Fantasyserie

Mit Sophia Brown, Michelle Yeoh, Laurence O’Fuaraine

USA/PL 2022, ab 25. Dezember 2022

Von Marco Spiess am 22. Dezember 2022 - 20:00 Uhr
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