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Totenfrau – Gnadenlos

Eine Bestatterin auf Rachefeldzug: Netflix und der ORF haben Bernhard Aichingers «Totenfrau» als Serie verfilmt.

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Totenfrau

Verzweifelt und rasend vor Wut: Blum (Anna Maria Mühe) weiss sich nur mit Gewalt zu helfen.

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Mischa Christen

Seine «Totenfrau» wurde in siebzehn Ländern publiziert und führte monatelang die Bestsellerlisten an. Allein im deutschen Sprachraum wurden eine halbe Million Exemplare verkauft. Für den österreichischen Autor Bernhard Aichner (50) geht der Reigen gleich weiter: Seine Thriller-Trilogie findet nun auch den Weg auf den Bildschirm, denn Netflix hat die Geschichte gemeinsam mit dem ORF als Sechsteiler verfilmt.

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«Totenfrau» erzählt von Brunhilde Blum (Anna Maria Mühe), einer liebevollen Frau und zweifachen Mutter, die ein Bestattungsunternehmen in einem edlen Tiroler Skiort betreibt. Im Umgang mit ihren «Kunden» verhält sie sich alles andere als zimperlich: Ist der Sarg mal zu klein, wird nicht etwa ein grösserer besorgt, sondern die Leiche kurzerhand zurechtgesägt.

Als Blum Zeugin wird, wie ihr Mann Mark (Maximilian Kraus), ein lokaler Polizist, bei einem Motorradunfall stirbt, wird ihr Leben in seinen Grundfesten erschüttert. Doch sie muss weitermachen, trotz der lähmenden Trauer, damit ihr Geschäft nicht pleitegeht. Und da sind ja auch noch ihre Kinder, für die sie da sein will. 

Dann kommt Blum einem Komplott auf die Spur, das den Unfalltod ihres Mannes in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt: Mark war daran, üble Machenschaften aufzudecken – und wurde ermordet. Die Bestatterin startet daraufhin einen gnadenlosen Rachefeldzug. Wie eine Furie rast sie auf ihrer Ducati durch die Tiroler Schneelandschaft und mutiert dabei auch mal von der Jägerin zur Gejagten.

Um sich auf ihre Rolle vorzubereiten, ging die 37-jährige Deutsche Anna Maria Mühe bei einer echten Bestatterin in die Lehre, wie sie gegenüber dem ORF verriet: «Ich durfte an zwei echten Leichen all die Sachen probieren, die ich dann auch in der Serie mache.» Zum Beispiel das Lösen der Leichenstarre. «Das hört sich einfacher an, als es ist. Knochen sind wirklich schwer.»

Das Resultat spricht für sich: Anna Maria Mühe verkörpert die Mutter und Bestatterin, die kompromisslos ihren blutigen Weg geht, mit beeindruckender Intensität. Auch Autor Bernhard Aichner zeigt sich vollends zufrieden mit der filmischen Umsetzung seiner Romanvorlage. «Der mordende Racheengel hat meinen Traum, vom Schreiben leben zu können, wahr werden lassen. Dass Blum nun auch noch am Fernsehschirm meuchelt, setzt dem Ganzen die Krone auf. Ich bin begeistert!» 

«Totenfrau» ist nach «Freud» (2020) die zweite Serie, bei der Netflix und der ORF zusammengearbeitet haben. Nun gilt es diese für den Weltmarkt fit zu machen. Das heisst: Synchronisieren in zwölf Sprachen und Untertiteln mit weiteren dreissig.
Auf ORF war der Sechsteiler bereits im November zu sehen, nun startet «Totenfrau» auch auf Netflix. 
 

Totenfrau ★★★★☆

Netflix | Thrillerserie | 1. Staffel 

Mit Anna Maria Mühe, Yousef Sweid, Felix Klare

A 2022, ab 5. Januar 2023

Von Mischa Christen am 22. Dezember 2022 - 20:00 Uhr
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