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Ozark – Wenn das nur gut geht

Der Netflix-Hit «Ozark» geht mit der 4. Staffel zu Ende. Entkommen die Byrdes dem Geldwäschereisumpf?

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Ozark. (L to R) Jason Bateman as Martin 'Marty' Byrde, Laura Linney as Wendy Byrde in episode 401 of Ozark. Cr. Courtesy Of Netflix © 2021

Düstere Aussichten für Marty (Jason Bateman) und Wendy Byrde (Laura Linney).

Courtesy of Netflix

Zwei Jahre sind eine lange Zeit, um auf die finale Staffel einer Serie zu warten. Und bei einer derart hochgelobten und raffinierten Geschichte wie «Ozark» kommen einem zwei Jahre schnell mal wie vier vor. 

Deshalb empfiehlt es sich auch, das Ende der dritten Staffel noch einmal zu schauen, denn es geht nahtlos weiter und natürlich auch drunter und drüber. 

Marty (Jason Bateman) und Wendy Byrde (Laura Linney) befinden sich im Würgegriff des mexikanischen Drogenkartells von Omar Navarro (Félix Solis). Sie waschen für ihn Millionen von Dollar – dazu haben sie u. a. eine Bar, ein Bestattungsinstitut und ein Casino erworben. 

Zuletzt wurde Helen, die Vermittlerin zwischen den Byrdes und Navarro, in Mexiko per Kopfschuss eliminiert. Doch nicht nur Navarro bereitet dem zerstrittenen Paar schlaflose Nächte, auch die ehemalige Komplizin Ruth Langmore (Julia Garner) haben sie nun gegen sich. Und die irre Bäuerin Darlene Snell (Lisa Emery) pflanzt auf ihren Feldern eigenmächtig Opium an – sehr zum Ärger von Navarro. Doch die Off-Stimme verrät uns, dass die grösste Gefahr von innen kommt – und so darf man angesichts des widerspenstigen Benehmens von Byrde-Spross Jonah (Skylar Gaertner) mit üblen Konsequenzen rechnen.

In allen bisherigen «Ozark»-Staffeln ging es darum, dass sich die Byrdes einerseits immer besser beim Geldwaschen auskennen, andererseits jedoch immer stärker in die Kriminalität abrutschen. Es mussten schon öfter Leichen entsorgt (so ein Bestattungsinstitut ist schon praktisch) und Zeugen geschmiert werden. Die grosse Frage lautete stets: Schaffen die Byrdes den Absprung? Und wenn ja: Schaffen sie ihn lebend? 

Die 4. Staffel bringt insofern eine Überraschung, als nun ausgerechnet Drogenbaron Omar Navarro aussteigen möchte. Er will das Kartell seinem Neffen Javier (Alfonso Herrera) übergeben, einem äusserst unangenehmen Zeitgenossen. Schaffen es die Byrdes also, für Omar einen Deal mit dem FBI auszuhandeln, der ihn ohne Strafe in die Freiheit entkommen lässt? Dann wären sie ihre Geldwaschschuld gegenüber dem Kartell los. 

Fans von «Ozark» dürfen sich auf ein packendes letztes Kapitel freuen. Wie gewohnt spielt sich alles in einer Art Dauerdämmerung ab, es ist nie wirklich hell, aber auch nie stockdunkel. Neue Figuren wie der Navarro-Neffe Javier oder der dubiose Detektiv Mel Sattem (Adam Rothenberg) komplettieren das Ensemble. 

Und als ob die Story nicht schon ausweglos genug wäre, beginnt die letzte Staffel mit einem Zeitsprung und einem verheerenden Autounfall der Byrdes. Wann dieser jedoch stattfindet, bleibt (vorerst) ein Geheimnis der «Ozark»-Macher. Und dies sind beim Finale noch einmal Chris Mundy als Produzent und Chefautor sowie Jason Bateman als Produzent und Hauptdarsteller Marty Byrde. Ausserdem hat die 4. und letzte Staffel nicht (wie bisher) zehn, sondern 14 Folgen. Die Hälfte davon gibt es ab dem 21. Januar zu sehen, die letzten sieben Folgen werden später im 2022 aufgeschaltet. 
 

Ozark ★★★★★

Netflix | Dramaserie | Staffel 4A
Mit: Jason Bateman, Laura Linney, Julia Garner, Félix Solis u.a. 

USA 2022, ab 21. Januar 

Von Simone Reich am 19. Januar 2022 - 08:00 Uhr
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