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Outer Banks – Verbotene Liebe auf der Insel

Die Jugend- und Mystery-Serie «Outer Banks» kehrt nach kurzer Pause mit Staffel 2 zurück.

OUTER BANKS (L to R) MADELYN CLINE as SARAH CAMERON and CHASE STOKES as JOHN B in episode 201 of OUTER BANKS Cr. JACKSON LEE DAVIS/NETFLIX © 2021

Auf der Flucht:  Sarah (Madelyn Cline) & John B. (Chase Stokes) stranden auf den Bahamas.

JACKSON LEE DAVIS/NETFLIX

«Hier hat man entweder zwei Jobs oder zwei Autos.» Der Satz aus Staffel 1 von «Outer Banks» verrät schon viel über die Serie, die für Netflix 2020 zum echten Überraschungshit wurde.

Klar, wird da eiligst Staffel Nr. 2 nachgeschoben (ab 30. Juli). Um anknüpfen zu können, braucht man etwas Vorwissen. Nun denn.

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Für Geographie-Freaks: Die Outer Banks gibt’s wirklich. Es ist eine atlantische Inselkette vor der Küste North Carolinas. Die Geschichte um eine Gruppe junger Menschen – die armen Pogues und die reichen Kooks – ist hingegen der Phantasie der Netflix-Autoren entsprungen. Dass sie dafür die Namen zweier bekannter Bands wählten, ist sicher kein Zufall, wenngleich das in der Serie nicht thematisiert wird.

Gleich noch eine musikalische Anlehnung fällt auf: Wenn sich Sarah (Madelyn Cline), die Prinzessin der Kooks, in John B. (Chase Stokes), den Rädelsführer der Pogues, verliebt, erinnert dies Nostalgiker doch stark an die «West Side Story». Zur Freude der Fans sind die zwei übrigens auch privat ein Paar.

So wähnt man sich also zu Beginn in einer flockig-leichten Sommer- und Liebesgeschichte mit lauter schönen Menschen in Badehosen und mit Flipflops an den Füssen.

Tatsächlich wird «Outer Banks» oft als Jugendserie betitelt. Doch schon bei der ersten Wasserleiche ahnt man, dass die offizielle Altersfreigabe mit 13 Jahren etwas tief liegt. Denn mit der Leiche kommt eine ebenso nervenaufreibende wie bedrohlich wirkende Spannung auf, die schwächeren Gemütern den Schlaf rauben könnte.

Das Opfer war Mitwisser eines Geheimnisses. Und dieses Mitwissen wird in der 1. Staffel noch weiteren Teenies zum Verhängnis. Bald stossen auch die Pogues auf jene uralte Überlieferung, wonach an Bord eines gesunkenen Schiffes ein 400-Millionen-Dollar-Schatz liegt. Offenbar hängt auch das plötzliche Verschwinden von John B.s Vater damit zusammen.

Eines der Hauptthemen ist die Freundschaft: Auf den etwas durchgeknallten JJ (Rudy Pankow), die mutige Kiara (Madison Bailey) und die Intelligenzbestie Pope (Jonathan Daviss) kann John B. stets zählen.

Umso schlimmer, dass die zum Schluss meinen, er und Sarah seien tot. Die Zuschauer aber wissen: Das Paar ist nach einem Sturm auf den Bahamas gestrandet und gibt nicht auf. Oder wie John B. es formuliert: «Wir sind wieder im Geschäft, Baby.»

Wie es weitergeht, verraten die Macher nur häppchenweise. Sicher ist: Weil ein paar der Bösewichte in Staffel 1 den Weg ins Jenseits antraten, kommen neue hinzu, wie etwa «Lost»-Star Elizabeth Mitchell.

Und natürlich finden auch die  Teenager wieder zusammen. Wobei Teenager nicht ganz korrekt ist, obschon sie uns als solche verkauft werden. Wenn etwa der angeblich minderjährige John B. mit dem Jugendamt ringt, wirkt das zuweilen skurril, war Hauptdarsteller Chase Stokes beim Dreh doch fast 27.

Die Serienmacher liessen übrigens durchblicken, genug Stoff für weitere Staffeln auf Lager zu haben.

Diese Schatzsuche könnte also durchaus länger dauern. 

Outer Banks

Netflix | Jugend- & Mysteryserie | 2. Staffel

Mit Chase Stokes, Madelyn Cline, Madison Bailey, Elisabeth Mitchell

Schöne Menschen, Surfbretter und ein paar Leichen.

USA 2021, seit 30. Juli

Von Regula Elsener am 28.06.2021
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