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Willow – Das Rätsel um Elora

Genug von grossen Helden? Mit «Willow» bekommt der kleine Zauberer seine eigene Serie.

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(L-R): Ganush (Amalia Vitale), Rool (Kevin Pollak) and Willow Ufgood (Warwick Davis) in Lucasfilm's WILLOW exclusively on Disney+. ©2022 Lucasfilm Ltd. & TM. All Rights Reserved.

Willow (Warwick Davis) trifft auch auf alte Bekannte wie Fee Rool (Kevin Pollak, M.).

Lucasfilm Ltd.
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Marco Spiess

Er ist nicht Luke Skywalker und nicht Indiana Jones: Willow aus dem gleichnamigen Film von 1988 stand stets im Schatten der berühmten Helden der Produktionsfirma Lucasfilm. Doch über die Jahre scharte der Zwergenzauberer eine beachtliche Fangemeinde um sich.

Die darf sich freuen, denn Willow ist zurück. Und mit ihm sein Darsteller, der kleinwüchsige Warwick Davis, der beim ersten Film erst 18 Jahre alt war. Inzwischen ein ergrauter Herr im besten Alter, lebt Willow Ufgood immer noch mit seinem Clan im Wald.

Eines Tages bekommt er Besuch von einer wild zusammengewürfelten Truppe, angeführt von Kit (Ruby Cruz), der rebellischen Tochter von Königin Sorsha (Joanne Whalley). Kit braucht dringend Hilfe von Amateurzauberer Willow, um ihren entführten Zwillingsbruder aus den Fängen des Bösen zu retten.

Damit ähnelt die Geschichte der neuen Serie jener des Vorgängerfilms: Willow wird wieder von menschlichen Freunden auf einem Abenteuer begleitet; damals waren es Val Kilmer und Joanne Whalley (die sich am Set verliebten und acht Jahre verheiratet waren).

Während Kilmer krankheitsbedingt nicht mehr mit von der Partie ist, kehrt Whalley zurück. Sonst sind es frische, meist unbekannte Gesichter, die wacker mit Willow den Widrigkeiten widerstehen.

Auch hinter der Kamera ist vieles neu: Regisseur Ron Howard und George Lucas, Schöpfer der Ur-Story und Produzent, sind nicht mehr dabei und übergaben das Zepter als Showrunner an den «Solo»-Drehbuchautor Jonathan Kasdan.

Der weiss, dass das «Willow»-Universum nicht den Wiedererkennungswert hat wie «Star Wars». Darum baut er Zückerchen für die Fans ein, zum Beispiel Erinnerungen an Bösewichtin Bavmorda, oder das Rätsel um den Verbleib von Elora. Sie war das gerettete Baby, das am Filmende in die Obhut von Königin Sorsha kam.

Einzig beim Soundtrack wird mit der Vergangenheit aufgeräumt. Das triumphale Titelstück von James Horner (1953–2015) ist selten zu hören, dafür bietet jede der ersten Episoden im Abspann ein von weiblichen Interpreten gesungenes Cover bekannter Rocksongs: «Enter Sandman», «Black Hole Sun» u. a. Das mag reizvoll sein, ist aber nicht zwingend, zumal der Originalsoundtrack immer noch genug Pfupf hätte.

Fans sollten trotzdem einschalten: «Willow» hat Freude am Phantastischen, bietet sympathische Darsteller und tappt nicht in die Pathos-Falle: Wie schon im Film grenzt manches ans Alberne, und die Figuren nehmen sich nicht allzu ernst, was auch holprige Szenen besser verdaulich macht. 

Willow ★★★☆☆

Disney+ | Fantasyserie | 1. Staffel 

Mit Warwick Davis, Ruby Cruz, Eryn Kellyman, Ellie Bamber

USA 2022, ab 30. November 2022

Von Marco Spiess am 30. November 2022 - 09:00 Uhr
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