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How to sell Drugs online (Fast) – Mehr Stoff von Moritz

Die deutsche Hitserie «How to sell Drugs online (Fast)» erzählt die Story vom Teenie-Drogenbaron weiter.

How to sell Drugs online (Fast)

Ausgeknatscht: Schaffen es Moritz und Lenny (v. l.), ihren Streit beizulegen?

ZVG

Am Ende ist doch alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.» Mit diesem bedeutungsschwangeren Satz verabschiedete sich Moritz Zimmermann (Maximilian Mundt) zum Schluss der zweiten Staffel von «How To Sell Drugs Online (Fast)» – kurz «HTSDO(F)». 

Offenbar war da doch nicht alles gut, denn es war nicht das Ende. Denn jetzt wird die Story um den 19-Jährigen, der aus Liebeskummer einen Ecstasy-Onlineshop aufzog und zu Europas grösstem Drogendealer wurde, weitergesponnen.

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Wir erinnern uns (falls wir die ersten zwei Staffeln gesehen haben): Moritz hat sich heftig mit Lenny (Danilo Kamperidis) und Daniel (Damian Hardung) verkracht. Moritz wollte den Online-Drogenshop MyDrugs allein weiterführen, doch der Computernerd Lenny hat via Selbstzerstörungs-Script den MyDrugs-Server pulverisiert. Eigentlich wäre das Business jetzt futsch. Und die Stofflieferanten aus Holland wohl stinksauer.

Der Krach zwischen den Freunden und ehemaligen Geschäftspartnern Moritz, Lenny und Daniel ist auch zu Beginn der 3. Staffel nicht verflogen. Moritz wird von den anderen komplett geschnitten.

Hinzu kommt, dass sich seine Ex-Freundin Lisa (Lena Klenke) auf der Klassenfahrt dem strunzdummen Ranger Joseph (Langston Uibel) an den Hals wirft. Und auch die Holländer, die MyDrugs mit Ecstasy beliefern, machen Druck für einen Relaunch des Webshops. Ach ja, ein überambitionierter Polizist mit jeder Menge Computerkenntnissen rückt Moritz ebenfalls auf die Pelle.  All diese Geschehnisse plus ein Wald voller Haselsträucher machen den Allergiker Moritz völlig fertig.

An dieser Stelle darf und soll nicht zu viel über die Handlung ausgeplaudert werden. Das würde bei all den Wendungen und Gags auch komplett den Rahmen sprengen.

Aber es darf verraten werden, dass sich die Macher bei der 3. Staffel einmal mehr selbst übertroffen haben. In jeder Szene spürt man als Zuschauer, dass hier ganz viel Leidenschaft, Know-how, Kreativität, Spass und mit Sicherheit  auch eine Prise Albernheit dahinterstecken.

Bei «HTSDO(F)» wird nicht analog erzählt, der Stream-Bildschirm wird zur digitalen Spielwiese: Es werden Handlungen in YouTube-Filmchen verpackt, idyllische Landschaften werden umgehend in Desktop-Hintergründe umfunktioniert, es wird gesimst, gegoogelt und auf Instagram (oben ohne!) geinfluenct.

Diese junge, freche Crew um die beiden Serienschöpfer Philipp Kässbohrer und Matthias Murmann bewegt sich quicklebendig und selbstbewusst im Netflix-Universum. So strotzt die 3. Staffel von «HTSDO(F)» vor Anspielungen und Reverenzen an den Streamingdienst und die Serienwelt allgemein: Daniel labert ständig von «Headspace», Fritzi verkleidet sich am Abiturball als Tiger King mit Vokuhila, Lisa als Handmaid aus «Handmaid’s Tale». Auf der Schulfete tummeln sich zudem Scully und Mulder aus «Akte X», Rick ohne Morty und auch das Spongebob-Eichhörnchen Sandy Cheeks wuselt häufig durchs Bild.

An einer Stelle sagt schliesslich Lenny zu Moritz: «In ein paar Jahren schauen wir auf alles hier zurück und lachen uns kaputt. Dann verkaufen wir die Story für ganz viel Geld an Netflix! Wobei, das wäre denen wahrscheinlich zu unrealistisch.»

War es ganz offensichtlich nicht. Schliesslich wurde die Serie ja von einer wahren Story inspiriert:  Maximilian S. aus Leipzig verkaufte unter dem Pseudonym «Shiny Flakes» aus dem Kinderzimmer heraus Drogen nach ganz Europa. 2015 wurde er verhaftet und zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt.

How To Sell Drugs Online (Fast) ★★★★★

Netflix | Young-Adult-Serie | 3. Staffel

Von Philipp Kässbohrer und Matthias Murmann

Clever-ulkiger Riesenspass.

D 2021, ab 27. Juli

Von Simone Reich am 28.06.2021
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