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Bei «Mighty Ducks: Game Changer» nicht mehr dabei

Emilio Estevez: «Es war ein Fehler, die Serie zu schützen»

Das Wiedersehen mit Emilio Estevez (59) als Eishockey-Trainer Gordon Bombay in der «The Mighty Ducks»-Serienadaption «Game Changer» auf Disney+ war freudig. Mr. «Breakfast Club» selbst packt nun aus, warum er in der zweiten Staffel nicht mehr dabei sein wird. Schuld daran war … Covid-19.

Emilio Estevez als Eishockey-Trainer Gordon Bombay in «Mighty Ducks: Game Changer».

Emilio Estevez als Eishockey-Trainer Gordon Bombay in «Mighty Ducks: Game Changer».

Disney+

Es war eine unscheinbare Meldung auf dem Webportal Deadline, wonach der Schauspieler Emilio Estevez in der zweiten Staffel der Serie «The Mighty Ducks: Game Changer» nicht mehr mitspielen würde. Bald brodelte die Gerüchteküche, sodass sich Mr. «Breakfast Club» zu einer (sehr ausführlichen!) Stellungnahme veranlasst sah:

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«Ich bin nicht gegen die Corona-Impfung. Punkt. Ich nehme diese Pandemie sehr ernst, und ich werde oft gehänselt, weil ich die Sicherheitsprotokolle befolge und (am Set) sehr vorsichtig bin. Ich möchte mich zu den Vorfällen äussern und mit einigen Unwahrheiten aufräumen, die in einem Artikel über meine Entscheidung ‹The Mighty Ducks: Game Changer› zu verlassen, erschienen sind. Letztlich handelte es sich um nichts weiter als einen guten alten Vertragsstreit und nicht, wie manche glaubten, um ein Anti-Impf-Statement. Ich kann zwar nicht für andere in Bezug auf dieses polarisierende, sensible Thema sprechen, aber ich habe meine eigenen Erfahrungen gemacht.

Ende Februar 2020, am Ende der Dreharbeiten für den Pilotfilm ‹The Mighty Ducks: Game Changer› in Vancouver fühlte ich mich nicht 100%ig wohl. Ich schob es darauf, dass ich Tag für Tag am kalten Set und auf einer Eisbahn stand. Ich bin für den Pilotfilm nach Vancouver gefahren, weil ich von einer ‹aufkommenden Krankheit› gehört hatte, die später als ‹Covid 19› bekannt werden sollte. Ich entschied mich für die Hin- und Rückfahrt (mit dem Auto), um Menschenmassen und internationale Flughäfen zu vermeiden. Ich habe bereits begonnen, Gesichtsschutz und Handschuhe zu tragen und Handdesinfektionsmittel zu verwenden. Ausserdem liebe ich es, quer durch Amerika zu fahren, wie jeder, der mich kennt, bestätigen kann.

Auf dem Weg von Vancouver nach Los Angeles wurde ich merklich krank. Zurück in L.A. bat ich mehrere Ärzte, mich auf diese neue Grippe-Variante testen zu lassen. Man versicherte mir: ‹Ich erfülle die Kriterien nicht›, oder: ‹Sie können es auf keinen Fall haben›. Nach mehrfachen Bemühungen erhielt ich schliesslich am 13. März 2020 einen PCR-Test auf Covid 19. Ich wurde immer kränker und litt unter Fieber, Schweissausbrüchen, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen. Am 17. März 2020 erhielt ich die Nachricht, dass ich mich tatsächlich mit Covid 19 angesteckt hatte. Glücklicherweise verzichtete ich darauf, meine Eltern und andere Personen zu besuchen, bis ich das Ergebnis erhalten hatte. Ich führte Gespräche mit Ärzten und Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes des Bezirks L.A., die mich (via Contact-Tracing) aufspürten.

Im Sommer und Herbst 2020 litt ich unter dem, was wir heute als ‹Long Haul Syndrome› kennen. Als die Serie im August 2020 wieder in Produktion ging, machte ich widerwillig weiter, war mir aber unsicher betreffend meine eigene Sicherheit. Ich fragte mich, ob es klug war, mitten in einer Pandemie wieder eine Fernsehserie zu drehen und wie Schauspieler als ‹wichtige Arbeitskräfte› betrachtet werden konnten.

Die Serienproduzenten taten ihr Bestes, um mir meine Ängste vor der Rückkehr an den Arbeitsplatz zu nehmen. ‹Sie haben eine natürliche Immunität!› oder ‹Sie werden die Sicherste am Set sein›, wurde mir wiederholt gesagt. Ausserdem wurde ich von früheren Rechtsvertretern vor möglichen Konsequenzen und rechtlichen Gefahren gewarnt, die mir drohten, wenn ich nicht wie angeordnet zur Arbeit erschien.

Also kehrte ich nach Vancouver zurück. Ich befolgte die kanadischen Quarantänevorschriften und die strengen Covid-Protokolle für Zone A am Filmset. Ich habe mich nicht beschwert und meine Diagnose auch nicht der Öffentlichkeit mitgeteilt. Ich wollte versuchen, die Moral der Serie zu bewahren und eine Führungsrolle zu übernehmen, obwohl ich immer noch unter dem Long Haul Syndrom litt. Das Erbe der Serie war mir wichtiger als meine eigene Gesundheit.

Rückblickend war es ein Fehler, die Serie zu schützen, anstatt offen zu sagen, dass ich an Covid-19 erkrankt war. Ich habe vielleicht ein weiteres öffentliches Beispiel dafür geliefert, wie anfällig wir alle für diese tödliche Krankheit sind. Die zitierten ‹anonymen Quellen›, Produzenten und Showrunner, kennen alle die Wahrheit. Einfach gesagt: Ich bin gegen Mobbing. Mein Ausstieg aus der Serie war auf eine Vielzahl von kreativen Differenzen zurückzuführen - jede andere Darstellung ist falsch. An die Fans der Serie: Ich bin genauso enttäuscht wie ihr. An meine ‹Ducks›-Darsteller und -Crew: Ich wünsche euch eine wunderbare zweite Staffel der Serie und ihr sollt wissen, dass ich euch alle vermissen werde.

Es war mir eine Ehre und ein Vergnügen, als die kultige und geliebte Figur des Gordon Bombay zurückzukehren – eine Figur, die in meiner 40-jährigen Karriere ein gefeierter Meilenstein gewesen ist. Und ich danke dem Studio und den Produzenten, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, diese Figur wieder zum Leben zu erwecken. Ducks Fly Together! – Enten fliegen zusammen!»

Mittlerweile haben diverse Medien die Meldung übernommen und weitere Statements eingeholt. Emilio Estevez' Stellungnahme macht betroffen und dürfte wohl noch einiges zu reden geben, sowie auch weitere Reaktionen aus Schauspielkreisen auslösen.

Die erste Staffel der Serienfortsetzung «The Mighty Ducks: Game Changer» mit Emilio Estevez und Laura Graham ist aktuell auf Disney+ zu sehen.
 

 

Von Mohan Mani
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