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Star des Monats

Pedro Pascal – Ruhm, Kaffee & Zeugungs-Rätsel

Ein Star werden! Lange träumte Pedro Pascal davon. Nun ist er einer und bleibt bescheiden.

October 19, 2019, Hollywood, CA, USA: Pedro Pascal stars in The Mandalorian Hollywood USA PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAg203 20191019zapg203052 Copyright: xArmandoxGallox

Star des Monats: Pedro Pascal.

imago images/ZUMA Press

Schon als Kind schnupperte er Kinoluft. In den Zuschauerreihen, mit seinen Eltern, die vor dem Pinochet-Regime aus Chile nach Texas geflüchtet waren und ihrem Sohn auch blutige Filme nicht vorenthielten. 

«Ich hatte eine ziemlich unbeaufsichtigte Kindheit», erzählte Pedro Pascal dem US-Magazin «Flaunt». Doch Ängste entwickelte er deswegen nicht. Sein Vater, ein Arzt, und seine Mutter, eine Kinderpsychologin, waren für ihren Sohn da. Nur eben mit langer Leine. Einen Effekt aber hatten die Erwachsenenfilme: Der kleine Pedro träumte davon, selbst ein Star zu werden.

Es vergingen Jahrzehnte. Auch nach abgeschlossenem Schauspielstudium in New York entsprach er komplett dem Klischee des gescheiterten Schauspielers. Dann, 2014, kam der Erfolg: Die Rolle des Oberyn Martell in «Game of Thrones» machte Pedro Pascal über Nacht weltberühmt. 

Nach seinem brutalen Serientod übernahm er ab 2015 die Hauptrolle in «Narcos». Derzeit ist er in «Wonder Woman 1984» zu sehen sowie
in der 2. Staffel der «Star Wars»-Ablegerserie «The Mandalorian»: unter dem Helm des Kopfgeldjägers.

Sein Kindheitstraum ist wahr geworden – und was tut Pascal? Er pflegt das Image des bescheidenen Stars. Denn hinter der gefragten Fassade offenbart sich kein Bling-Bling, sondern pure Einfachheit. «Irgendwie fühle ich mich nicht berühmt», sagte er dem «August Man Magazine». So aufregend der Ruhm auch sei, «er fühlt sich für mich nicht so real an wie meine Beziehungen oder wie die leichte Panik, wenn ich am Morgen keinen Kaffee bekomme».

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Der Star ohne Allüren erzählte dem deutschen «GQ»-Magazin auch von Selbstzweifeln: «Ich habe bis Mitte 30 meinen Lebensunterhalt als Kellner verdient. Die Enttäuschung, immer wieder haarscharf an einer perfekten Rolle vorbeigeschrammt zu sein, kann zermürben.»

Doch er stand immer wieder auf – und fand sich oft mitten auf dem Dancefloor wieder. Man sagt, er sei ein passionierter Tänzer. «Oh yeah!», bestätigt Pedro. Tanzen, oft nächtelang, das war sein Fitnesstraining. Dazu Wodka mit Grapefruitsaft. Doch jetzt, mit 45, müsse er sich langsam etwas anderes suchen. 

Was ihm wirklich am Herzen liege, habe ihm die Pandemie gezeigt: seine Freunde. Die habe er vermisst, den ersten Lockdown verbrachte er allein im Hinterhaus in Venice Beach. Und Freundin, Frau, Familie?

Zu seinem Privatleben äussert er sich kaum. Immerhin liess er 2015 seine Fans zugucken, als er mit Heidi Klum herumknutschte: leicht bekleidet für das Musikvideo «Fire Meet Gasoline» der Sängerin Sia. 

Auch als Papa macht er eine gute Figur, zu sehen im neuen Rodriguez- Film «We Can Be Heroes». Und im echten Leben? Darüber darf gerätselt werden. Jedenfalls brachte Schauspielkollegin Lena Headey (Cersei Lannister in «Game of Thrones»), mit der Pedro Pascal 2014 liiert war, 2015 eine Tochter zur Welt. 

Ob er bei der Zeugung beteiligt war, gibt das Ex-Paar nicht preis. 

 

Steckbrief

Name: José Pedro Balmaceda Pascal 

Geboren: 2. April 1975 in Santiago de Chile
Sammelt: Bücher, Lampen, alte Fotos 

Süchtig nach: starkem Kaffee

Lieblingsessen: Tiefkühlpizza mit Salami

Verstecktes Talent: Tanzen 

Von Ursina Ehrensperger
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