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Neuer Streamingdienst im Anflug

Am 8. Dezember kommt Paramount+ in die Schweiz. Wie viele Streamingdienste verkraftet unser Land noch?

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Paramount+ lockt mit Stars wie Harrison Ford («1923»), Tom Cruise («Top Gun: Maverick») und Sylvester Stallone («Tulsa King»).

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Mischa Christen

Als im September 2014 Netflix den Schweizer Markt erschloss, waren Streamingdienste für die breite Masse noch ein Buch mit sieben Siegeln. Inzwischen hat sich nicht nur der Begriff, sondern auch das Streamen selber längst etabliert. Und mit Sky Show, Disney+ und Apple TV+, um nur die Grossen zu nennen, kamen immer mehr Anbieter dazu. Seit zwei Jahren hat sogar die SRG ihren eigenen Dienst: Play Suisse.

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Am 8. Dezember drängt mit Paramount+ nun der nächste in unseren Markt. Die Filmproduktionsfirma Paramount zählt zu den grössten der USA und liefert Inhalte der Sender Showtime, Nickelodeon und CBS sowie viel Eigenproduziertes. Nach jetzigem Wissensstand wird der neue Dienst zwölf Franken pro Monat kosten.

Paramount+ will sich zu einem Top-Player mausern und mit dem «Star Trek»-Ableger «Strange New Worlds» und dem Hollywood-Blockbuster «Top Gun: Maverick» möglichst rasch möglichst viele Abonnenten/-innen anlocken. Weitere Knüller sind das «Yellowstone»-Prequel «1923» mit Harrison Ford, die Dokureihe «The First Lady» und die Gangsterserie «Tulsa King» mit Sylvester Stallone.

Pünktlich auf die Feiertage trumpft Paramount+ noch mit seiner ersten deutschen Serie auf: «Der Scheich» vom Schweizer Regisseur Dani Levy erzählt ab dem 22. Dezember die Geschichte eines Zürcher Familienvaters, der ein Netz aus Lügen spinnt, um als vermeintlich schwerreicher Erbe einer arabischen Dynastie in der Finanzwelt mitzumischen.

Der Streamingmarkt wird also kompetitiver. Das hat für die Kundschaft in der Regel zur Folge, dass die Auswahl steigt und die Preise sinken. Hier ist das Gegenteil der Fall: Die Inhalte sind immer unübersichtlicher bei all den Anbietern verstreut, die darüber hinaus ständig ihre Preise erhöhen. Da kaum ein Film- und Serienfan bereit ist, sich zehn Streamingdienste zu leisten, wird wohl oder übel die Piraterie weiter angeheizt – also das Downloaden von Inhalten bei dubiosen Anbietern.

Wobei: Nächstes Jahr wird sich einer der Player wieder aus dem Geschäft zurückziehen: Lionsgate+, der bis vor kurzem noch Starzplay hiess und bei uns ausschliesslich über Sky Show und Blue Max zu empfangen ist, stellt seinen Dienst in der Schweiz spätestens per 
31. März 2023 ein.

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Von Mischa Christen am 29. November 2022 - 11:09 Uhr
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