1. Home
  2. Fokus
  3. Netflix erhöht in der Schweiz die Preise

Um bis zu 15 Prozent!

Netflix erhöht die Abo-Preise in der Schweiz

18.90 statt 16.90 und 24.90 statt 21.90 Franken pro Monat: Netflix hat die Preise von zwei ihrer drei Abo-Modellen erhöht.

«Stranger Things» wird teurer

Um beliebte Netflix-Serien wie «Stranger Things» zu sehen, muss man künftig tiefer in die Tasche greifen.

Netflix

Nun also doch: Netflix wird teurer! Dabei beteuerte der US-Streamingdienst Anfang des Jahres noch, die Preise in der Schweiz vorerst nicht anzuheben. Auch die mit grossem Trara eingeführten Games neulich wurden nicht mit Preiserhöhungen kompensiert. Jetzt sind die Kosten also doch nach oben geklettert. Um bis zu fast 15 Prozent.

Der Standard-Tarif beziffert sich neu auf 18.90 statt bisher 16.90 und der Premium-Tarif auf 24.90 statt 21.90 Franken pro Monat. Jener für das Basis-Abo verharrt bei 11.90 Franken, wobei sich ohnehin die Frage stellt, wer ein Modell wählt, bei dem die Bildauflösung lediglich über die antiquierte Standard-Qualität (SD) verfügt.

Mehr für dich

Wir haben es hier nicht mit der ersten Preiserhöhung zu tun. Seit Netflix 2014 die Schweiz erschloss, wurden die Abo-Preise mehrmals nach oben angepasst. Zuletzt 2019. Man rechtfertigte die «Änderung der Preise von Zeit zu Zeit» stets mit den «Investitionen in grossartige Unterhaltung» und die «Vergrösserung des Film- und Serienportfolios». Dabei musste Netflix letztes Jahr, als Disney+ in der Schweiz verfügbar wurde, einige ihrer Inhalte wieder abgeben. Aber dass die Kosten für einen 200-Millionen-Dollar-Film wie «Red Notice» irgendwann auf den Endkunden abgewälzt werden, versteht sich von selbst. 

Oder holt sich der Streamingdienst aus dem Silicon Valley am Ende schon mal die Investitionen in die Lex Netflix zurück? Im September verdonnerte der Bundesrat die Streaminganbieter dazu, 4% ihrer Einnahmen in der Schweiz in unabhängige Filmproduktionen zu investieren.

Von den Preisanpassungen betroffen sind vorerst – dafür per sofort – nur Neukunden. Bestehende Abonnenten werden dann im Lauf der kommenden Monate zur Kasse gebeten.
 

Von Mischa Christen am 18. November 2021 - 14:36 Uhr
Mehr für dich