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Weniger ist jetzt – Entrümpeln wir unser Leben!

2016 ging es los mit «Minimalism». «Weniger ist jetzt» ist die zweite Ode an die Bescheidenheit.

Entrümpeln

Entschlackt: Joshua Fields Millburn (l.) und Ryan Nicodemus verzichten auf (fast) alles.

 
ZVG

Der 1. Januar ist das perfekte Datum für den Start dieser Doku. Wir haben am «Black Friday» und am «Cyber Monday» Konsumexzesse gefeiert, und auch die Weihnachtsgeschenke türmen sich noch. Da kommt der Neujahrstag gerade recht, um gute Vorsätze umzusetzen, denn eigentlich wissen wir es ja alle: Weniger ist mehr.

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Im Mittelpunkt stehen Joshua Fields Millburn (39) und Ryan Nicodemus (39) aus Ohio, die mit der Dokumentation «Minimalism» bereits 2016 auf Netflix von sich reden gemacht haben.

Die bekennenden Minimalisten plädieren für ein Leben, das sich um die Menschen und nicht um Besitztum dreht. Ihr Credo: «Love people, use things». Die Idee, sich von Konsum und Überfluss loszusagen, bewegt viele Leute und wurde zu einer weltweiten Bewegung. Materielle Güter reduzieren, Garderobe eindampfen! Das führt konsequenterweise zum Leben auf kleinem Fuss, wie es die «Tiny House»-Bewegung vormacht (siehe Seite 71).

Millburn und Nicodemus sind mit ihrer Idee des Minimalismus berühmt geworden: Mit ihrer Doku, Website, ihren Büchern und Podcasts haben sie 20 Millionen Menschen erreicht. Von Harvard, Apple und Google wurden die beiden schon eingeladen, Referate zu halten.

Die neue Doku «Weniger ist jetzt» legt noch eine Schippe drauf. Der preisgekrönte Regisseur Matt D’Avella – selbst Minimalist – will zeigen, dass Minimalismus kein radikaler, sondern ein praktischer Lifestyle ist. Inspiriert von Architekt Mies van der Rohes (1886–1969) Maxime «Weniger ist mehr» kreierte D’Avella den Titel «Weniger ist jetzt». Damit will er zeigen, dass es nie zu spät ist, das Leben zu entrümpeln und seinen Besitz auf essenzielle Komponenten zu beschränken.

Weniger ist jetzt  ★★★☆☆

Netflix | Dokumentation | USA 2021
Mit Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus; Regie: Matt D’Avella 
Humanistisches Credo: Ballast abwerfen befreit den Geist 

seit 1. Januar

am 17. Januar 2021 - 13:08 Uhr
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